Pokemon Sammelkarten – die Rückkehr zum Analogen

Und plötzlich findet ein totgeglaubtes Spielegenre zurück ins Kinderzimmer und ist nicht mehr wegzudenken.

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Eigentlich ist es fast schon ein befremdliches Bild für die Generation Z:

Statt wie sprachlose Zombies, gebückt und konzentriert in ein Smartphone blickend den Alltag zu überbrücken, kommunizieren Kinder nun wieder miteinander, zanken sich und argumentieren lautstark. Der Grund für den Weg zurück zum Analogen ist das bunte Pokemon Sammelkartenspiel mit seinen seltsamen, aber auch bekannten Kreaturen.

Aber was macht man denn nun mit Pokemon Sammelkarten und warum sind sie genau jetzt wieder ein großes Thema für Kinder? In den kommenden Kapiteln verrate ich dir alles wissenswertes über das Spiel, Kauftipps und viele weitere nützliche Details, damit du deine Kinder glücklich machen kannst.

„42.000€ für eine einzelne Karte…“

Beginnen wir zuerst mal mit dem Thema Generation Z (kurz Gen Z) und welche Altersgruppe mit diesem Begriff beschrieben wird:

Z steht in diesem Fall nicht für Zombie, naja fast nicht, denn wenn man die Kinder von heute, also die Altersgruppe zwischen den Geburtsjahren 1997 und 2012 die der Generation Z zugeschrieben wird, vor ein Smartphone oder dem Fernseher setzt, dann wird jegliches Umfeld sehr schnell zur Nebensache. Statt Geraunze herrscht plötzliche seelige Stille. Blickt man dabei in die noch jungen Augen der Kids, dann erkennt man wie sie den Inhalt des animierten Bildschirms vor ihnen förmlich verschlingen.

Ob und wie man nun mit diesem Zustand der Abhängigkeit seiner Kinder umgehen sollte, möchte ich nun nicht näher Detail behandeln. Die Generation Z als solches wäre locker einen eigenen Beitrag für die Zukunft wert. Nein, hier geht es um etwas ganz anderes, ich nenne es einen kleinen Lichtblick, zurück zur vergangenen Tugend meiner Kindheit und zurück zu der Zeit, wo bunte Karten ganze Nachmittage, Träume und Fantasien füllen konnten. Ok, zugegebenermaßen waren es bei mir noch keine Pokemon Karten, sondern noch das klassische Traktoren- oder Sportwagen-Quartett. Hier zählten nackte Zahlen: Zylinder, PS, oder Hubraum. Die Generation nach mir aber, hatte dann schon neue Interessen, nämlich Spiel- und Sammelkarten ihrer liebsten Zeichentrickserien zu sammeln und damit miteinander zu spielen.

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Grundlagen des Spiels

Die Karten sind grundsätzlich in drei Kategorien eingeteilt: Pokemons, Energiekarten und Trainer Karten. Damit man gegen einen anderen Spieler spielen kann, benötigt man ein Deck, also eine Kartensammlung der drei genannten Kategorien von 60 Karten. Die genauen Regeln zum Spielen habe ich dir hier herausgesucht: SPIELREGELN >>

Der leichteste Einstieg in das Spiel ist der Kauf eines Starter Sets. Hier bekommt man ein fertiges Deck mit dem dein Kind oder du sofort spielen kannst. Wenn man sein Deck dann individualisieren möchte, oder auch einfach gerne Karten sammelt, gibt es sogenannte Booster Packungen. Diese beinhalten 10 Karten – wobei davon 6 Stück häufige Karten, 3 Stück seltene Karten und eine sehr seltene Karte darin sind. Eine Booster Packung kostet durchschnittlich 10€ und ist nach meiner Erfahrung eher ein nettes Geschenk um Kinder zu überraschen. Will man einen gezielten Aufbau eines Decks vorantreiben, sind Booster Packungen eher unpraktisch und kostenintensiv.

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Wo man am besten kauft

Grundsätzlich sollte man in jedem Geschäft mit Spielwaren im Sortiment zurzeit alle unterschiedlichen Arten von Pokemon Kartensets bekommen. Zu beachten ist, dass es dabei unterschiedliche Versionen und Sondereditionen gibt. Mein Tipp wäre hier: einfach auf deine Kinder hören oder sie selbst aussuchen lassen. Der Inhalt ist für die Kinder sowieso eine Überraschung.

Ich rate dir generell gerade am Anfang eher zu den kleinen Karton- oder Metallboxen, also die Startersets, wie du sie in den nachfolgenden Bildern siehst. Booster dienen dann eher als gute Überraschung oder Beigeschenk, wenn bereits Karten vorhanden sind.

Und da wäre dann noch Amazon. Gerade wenn du ein Geschenk oder einen Einkauf länger planst, kannst du bei den Karten auf Amazon viel Geld sparen! Anders als in den Geschäften gibt es auf Amazon auch Kartenhändler, die viele Karten für wenig Geld anbieten. Allerdings musst du hier beachten dass es sich bei diesen Karten um gewöhnliche Karten ohne Seltenheitswert oder sogar gebrauchte Karten handelt.

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Wissenswertes zum Thema Sammeln

Wie der Begriff Sammelkarten es vielleicht schon verrät, sind auch Pokemon Karten nicht nur einfache Spielkarten für Kinder. Nein, gewisse Karten können nach Jahren einen beträchtlichen Wert aufweisen! Ein Glurak aus der ersten Edition „Shadowless 1st“ hat auf Ebay beispielsweise einen Verkaufspreis von 42.000€ erzielt. Richtig gelesen! 42.000€ für eine einzelne Karte, mit der dein Kind vielleicht gerade jetzt spielt. Also werft niemals die Karten eurer Kinder weg, wenn sie damit nicht mehr spielen wollen, sondern bewahrt sie gut auf.

Wichtig ist dazu aber noch zu sagen, dass solche astronomischen Werte, nur von markelosen Karten, ohne Eselsohren oder Fettflecken erzielt werden können. Ich rate euch deshalb beim Kauf der Karten immer gleich passende Hüllen und für den Sammelspaß ein passendes Sammelbuch mitzukaufen.

Facts:
  • Aktuell gibt es rund 11.000 verschiedene Pokemon Karten. Neben den drei Kartentypen, werden die Pokemonkarten 11 Typen, wie z.B.: Elektro, Feuer, oder Wasser zugeordnet.
  • Manche Karten können über Jahre einen sehr hohen Sammlerwert erzielen.
  • Das Pokemon Sammelkartenspiel leitet sich von der gleichnamigen asiatischen Serie ab. Neben dem Kartenspiel gibt es aus unzählige Fanartikel und Videospiele.
  • ALTERSFREIGABE: FSK 6
  • GENRE: Sammelkarten
  • SPIELETYP: Kartenspiel
  • SPIELERANZAHL: 2 Spieler (empfohlen)
  • SPIELDAUER: ca. 30 Minuten pro Runde
  • QUALITÄT: 9/10
FAZIT:

Wer seine Kinder wieder weg vom Computer locken möchte, liegt mit dem Pokemon Sammelkartenspiel genau richtig. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Karten, die es den Kindern ermöglicht über lange Zeit den Sammelspaß aufrecht zu erhalten. Die Grundregeln zum Spielen sind im Schwierigkeitsgrad mittel bis leicht zu verstehen, können aber aufgrund der Spielmechanik komplex werden. Wollen die Kinder das Spiel lernen, sollte man sich also Zeit nehmen und das Erklären mit ein paar Probespiele durchüben. Ansonsten eignen sich die Karten auch, um sich eigene Regeln alá Quartett auszudenken.

SPIELEINSTIEG/ANLEITUNG:3 out of 5 stars (3,0 / 5)
SCHWIERIGKEITSGRAD:3 out of 5 stars (3,0 / 5)
LANGZEITSPASS:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
PREIS/LEISTUNG:3 out of 5 stars (3,0 / 5)
WEITEREMPFEHLUNG:4 out of 5 stars (4,0 / 5)
TRANSPARENZ:

michi@neumodisch.at

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